SCADA-Mikro-Dispatching
SCADA-Mikro-Dispatching
Mikrodispečink ist ein spezialisiertes SCADA-System zur Überwachung, Steuerung und Auswertung von Prozessen in Echtzeit, das sich vor allem für die Steuerung von Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetzen sowie für Anwendungen in Umspannwerken und Leitstellen eignet.
Es ermöglicht eine sichere und effiziente Steuerung der Technologie aus der Leitstelle, integriert Steuerungssysteme in elektrischen Stationen und Netzen zu einem Ganzen, liefert ein aktuelles Bild der gesteuerten Technologie, historische Daten und gegebenenfalls auch prognostizierte Daten. Es unterstützt die Vorbereitung, operative Steuerung und anschließende Auswertung des Betriebs.
Beschreibung des Systems
Mikrodispečink kann auf Servern und Client-Stationen mit Betriebssystemen der MS Windows-Reihe betrieben werden, als Datenspeicher können auch Cluster-Lösungen mit anderen Betriebssystemen (Unix, Linux) verwendet werden. Es werden standardmäßig verfügbare HW- und SW-Ressourcen verwendet, es ist keine spezielle HW oder SW erforderlich. Die Erstellung und Wartung der SCADA-Mikro-Dispatching-Software erfolgt hauptsächlich in der Entwicklungsumgebung Borland Delphi. Das Steuerungssystem Mikro-Dispatching ist auf maximale Modularität und Offenheit ausgelegt. Die grundlegende Schnittstelle für den Datenzugriff befindet sich auf der Ebene DLL, COM/DCOM, UDP/IP und TCP/IP.
Die Systemgenerierung erfolgt durch Eingabe von Daten in Konfigurationstabellen und Zeichnen von Schemata in einem grafischen Editor. Wichtige Eigenschaften des Systems sind Zuverlässigkeit, einfache Anwendbarkeit, Vorbereitung für die Anbindung an Systeme anderer Hersteller, effiziente Wartung und Benutzerorientierung. Das System ist modular aufgebaut, ausreichend anpassungsfähig, erweiterbar und ermöglicht eine problemlose Anbindung an andere Systeme. Es gewährleistet maximale Verfügbarkeit der Daten aus den einzelnen integrierten Überwachungs- und Steuerungssystemen.
Die Steuerungssysteme der elektrischen Stationen und Leitstellen sind in LAN und WAN SCADA integriert. In der Leitstelle ist das System standardmäßig mit einer bestimmten HW-Redundanz ausgelegt. Diese Redundanz gewährleistet auch bei Ausfall eines oder mehrerer Elemente die Verfügbarkeit von Funktionen und Daten sowie minimale oder keine Einschränkungen für die Benutzer. Der Fernzugriff für Service und Benutzer, einschließlich des Zugriffs über das Intranet (Internet), ist möglich. Das System ermöglicht die Sicherung einschließlich der Leitstellensteuerung von einem anderen Arbeitsplatz oder sogar von einem anderen Standort aus. Es ermöglicht die operative Änderung des von den einzelnen Arbeitsplätzen aus gesteuerten Bereichs. Für eine effektive und sichere Verwaltung des Systems, der einzelnen Daten und der Ausgaben für die Benutzer ist die Ausrichtung auf ein einheitliches zentrales Modell des gesamten gesteuerten Stromnetzes von großer Bedeutung. In einem Leitwagensystem wird ein aktuelles telemetrisches oder auch manuell eingegebenes Bild aller gesteuerten 110-kV-Netze, Hochspannungsnetze und Niederspannungsnetze angezeigt. Die maximale Verfügbarkeit der Daten aus den einzelnen integrierten Steuerungssystemen ist gewährleistet. Bei Ausfall des übergeordneten Systems, in der Regel das System in der Leitstelle, wird mit einer lokalen Kopie der Daten gearbeitet. Die einzige Einschränkung besteht dabei darin, dass in den untergeordneten Systemen keine gemeinsamen Daten erstellt oder bearbeitet werden können; die telemetrischen Daten bleiben aktuell.
Für die Kommunikation mit anderen Systemen werden standardmäßige Ein-/Ausgangsschnittstellen verwendet. Die Mikrodispatching-Lösung kann auch als Vermittler zwischen verschiedenen, direkt nicht kompatiblen Systemen fungieren, die nicht einfach direkt miteinander verbunden werden können. Sie kann auch nur als Datenkonzentrator, als einfacher oder als Netzwerk-Kommunikationsserver betrieben werden. Es werden verschiedene Arten der Punkt-zu-Punkt- und Punkt-zu-Mehrpunkt-Kommunikation verwendet, einschließlich der Kommunikation über GSM CSD und GPRS (je nach der aktuell verfügbaren Mobilfunkgeneration in der jeweiligen Region). Die Mikrodispatching-Lösung unterstützt TG 800 Master und Slave (Punkt-zu-Punkt, Transit, Leitungsemulation), IEC 870-5-x, MDXL inkl. Netzwerkversionen, MCS, CVM Modbus, DMS, DO100, SAIA S-Bus und andere, unter Verwendung des RTU-Kommunikators ist auch das Protokoll IEC 61850 verfügbar. Besonderes Augenmerk wird auf die Datensicherheit gelegt, insbesondere bei der Steuerung, wo auch Sperrbedingungen ausgewertet werden können. Wenn eine Verbindung des Mikrodispatching-Systems mit einem anderen System erforderlich ist, kann eine der heute direkt unterstützten seriellen Kommunikationsschnittstellen einschließlich Netzwerkschnittstellen, COM/DCOM-Schnittstellen verwendet werden. Alternativ kann eine weitere Schnittstelle oder Kommunikationsart in das System integriert werden.
Aus Sicht des Benutzers lassen sich die folgenden Funktionen kurz zusammenfassen
- Bilder – Schemata von elektrischen Stationen und Netzen mit aktuellen Zuständen und Messwerten, mit der Möglichkeit, Markierungen und Kommentare zu setzen, mit Steuerung, mit möglicher Änderung des Anzeigemaßstabs und Umschalten auf andere Schemata.
- Protokoll – Protokoll über Änderungen und Alarmmeldungen mit umfangreichen Filteroptionen für die Anzeige, Quittierung von Änderungen, Einfügen von Kommentaren und anschließende Verarbeitung archivierter Daten.
- DispP – Der Modul wertet automatisch die aktuellen und geplanten Lastwerte aus und unterstützt die kommerzielle Disposition in Echtzeit.
- Tabellen – aktuelle und archivierte Übersichten der stündlichen Messwerte, der maximalen, minimalen und mittleren Auslastungswerte, einschließlich Archivierung und möglicher anschließender Offline-Verarbeitung.
- Proben – Modul zur Probenahme und Archivierung aller Messwertänderungen mit Online- und Offline-Verarbeitung der Wertverläufe in Grafiken.
- Änderungsnachberechnungen – Diese Funktion ermöglicht die effiziente, schnelle und sichere Erstellung und Pflege eines Steuerungssystems und automatischer Ausgabedokumente zur Anzeige und unterstützt die Übersichtlichkeit des Systems aus Sicht des Benutzers bei der Kumulierung von Änderungen.
- Anschlusssimulation – Der Benutzer kann die gewünschte Konfiguration (Modell) des Netzes einstellen, woraufhin die Topologie automatisch neu berechnet und die Teile des Netzes und die Verbraucher ohne Spannung (z. B. bei einem Ausfall) ausgewertet (einfarbig dargestellt) werden.
- Einfärbung von Schaltplänen – Nach verschiedenen Kriterien können Schaltpläne von elektrischen Stationen und Netzen eingefärbt werden, z. B. nach Quellen, d. h. mit Kennzeichnung der Verbindungen zu einem definierten Versorgungsknoten usw.
- Versenden von SMS und E-Mails – Über GSM und Intranet können automatisch Informationen über Änderungen bestimmter Signale oder vom Benutzer eingegebene Textnachrichten versendet werden.
- Zugriff über das WEB – Die Seiten nutzen die Vorteile der Webtechnologien. Die erforderlichen Komponenten werden bei Bedarf automatisch auf den Benutzer-PC heruntergeladen. Der Zugriff auf die SCADA-Daten ist über das Intranet (Internet) möglich, einschließlich der Möglichkeit des mobilen Zugriffs über GSM.
- Anzeige von Informationen aus TIS/GIS/CIS (Orthofotokarte, Kunden usw.) zu einem ausgewählten Objekt im Steuerungssystem (zu DTS, Leitungsabschnitt usw.).
REFERENZEN
- CEZ Bulgarien
- CEZ Rumänien
- ENERGO-PRO Georgien
- Energetika Třinec, a. s.
- Veolia Energie ČR, a. s.
- DEZA a.s.
- Energetika Vítkovice
- E.ON ČR a.s. – HMI in Umspannwerken
- ČEZ distribuce a.s. – HMI in Umspannwerken